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    Die Werbung und die tatsächliche Tierhaltung klaffen weit auseinander. Das zeigen unsere Recherchen Schweine-Report oder Die Ware Huhn.

    Durch die Diskrepanz zwischen Schein und Sein werden die KonsumentInnen getäuscht. Dies verhindert eine mündige Wahl an der Fleischtheke. Anders bei einer realistischen Abbildung der Haltungsbedingungen. Erst so können die KonsumentInnen eine bewusste Entscheidung treffen.

    Die Tierrechtsorganisation tier-im-fokus.ch (TIF) sowie die Petitionäre fordern den Bund auf, wahrheitsgetreue Fotos der Haltungsbedingungen auf den Verpackungen von Fleisch und Fleischerzeugnissen abzudrucken.

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    Hier kommen Sie direkt auf unsere Petitionsseite mit Beispielen für Fleischpackungen und können gleich dort die Petition unterschreiben!

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Literatur & Links: Tierrechte

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Vor gut 30 Jahren hat sich aus der modernen Tierethik eine Strömung herausgebildet, die sich nicht damit begnügt, unseren Umgang mit Tieren zu reglementieren. Vielmehr fordert sie grundlegende Rechte für Tiere, so das Recht auf Leben, Freiheit und Unversehrtheit. Seitdem ist die Tierrechts- oder Tierbefreiungsbewegung zu einer weltweit agierenden Sozialbewegung geworden.

Sie finden auf dieser Seite ein kommentiertes Literaturverzeichnis mit Buchbesprechungen sowie Links zu weiteren Informationen über die Tierrechtsphilosophie sowie -bewegung. Unsere Liste beschränkt sich auf die wichtigsten Beiträge, die vor allem in Form von Monographien vorliegen. Sie überschneidet sich teilweise mit dem Themenbereich Tierethik, zu dem wir ebenfalls eine umfassende Literatur&Links-Liste erstellt haben.

Wenn Sie selbst auf relevante Angaben stossen, die wir noch nicht aufgelistet haben (vor allem interessante Neuerscheinungen), nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Die Liste wird in regelmässigen Abständen aktualisiert.

Bitte beachten Sie auch unseren Disclaimer.

Tierrechtsphilosophie

Tierrechtsbewegung

Tierrechte im Kontext

Weitere Materialien


Übersichtsartikel und Bibliographien

• Linzey, Andrew
Animal Rights
Encyclopedia of Science and Religion
Kurzer Abriss der ‘tierrechtlerischen’ Positionen im Kontext der Weltreligionen.

• Magel, Charles
Keyguide to Information Sources in Animal Rights
Jefferson, NC: McFarland 1989, antiquarisch
Umfassende Bibliographie der Literatur zum moralischen Status, zu Tierrechten und dem Zusammenhang zwischen Tier- und Umweltschutz. Bereits 1981 hatte Magel eine Bibliography on Animal Rights and Related Matters erstellt.

• Manzo, Bettina
The Animal Rights Movement in the United States
Metuchen, NJ: Scarecrow Press 1994, antiquarisch
Kommentierte Bibliographie zur Geschichte und Entwicklung der amerikanischen Tierrechtsbewegung zwischen 1975 und 1990.

• O’Donnell, Patrick S.
Animals: Ethics, Rights & Law. A Bibliography
Online Version 2006
Liste der wichtigsten Titel zur Tierethik und Tierrechtsphilosophie seit den 1980er Jahren.

• tier-im-fokus.ch (tif)
Tier, Mensch, Natur: ethische Positionen im Überblick
Info-Dossier 2/2009, kostenlos als Broschüre (PDF)
Darstellung der zentralen Positionen innerhalb der modernen Tierethik mit etlichen Übersichtstabellen. Geeignet für EinsteigerInnen.

• Wikipedia
Tierrechte
Übersichtsartikel über die klassischen Positionen innerhalb der zeitgenössischen Tierrechtsphilosophie. Umfassender ist der englische Eintrag Animal Rights.

• Wikipedia
Tierbefreiungsbewegung
Übersichtsartikel über die Geschichte und Anliegen der modernen Tierbefreiungs-/Tierrechtsbewegung. Siehe dazu auch den ausführlicheren englischen Eintrag Animal Liberation Movement.

• Wise, Steven M.
Animal Rights
Encyclopedia Britannica 2007, online verfügbar
Kurzer Abriss der Geschichte und Theorie der Tierrechte.

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Einführungen

• DeGrazia, David
Animal Rights: A Very Short Introduction
Oxford: Oxford UP 2002, ca. CHF 14.–
Sehr gute Darstellung der gegenwärtigen tierrechtlichen Debatte von einem der kundigsten Tierethiker unserer Tage. DeGrazia ist zugleich Autor des viel beachteten Buches Taking Animals Seriously (1996).

• Fellenz, Marc R.
The Moral Menagerie: Philosophy and Animal Rights
Illinois: University of Illinois Press 2007, ca. CHF 30.–
Handliche Gegenüberstellung der zentralen Positionen der Tierrechtsphilosophie mitsamt historischer Einbettung und Kritik an der gängigen Strategie, die Prinzipien der traditionellen Moraltheorien auf Tiere auszuweiten.

• Flury, Andreas
Der moralische Status von Tieren
Freiburg: Alber Verlag 1999, ca. CHF 60.–
Eine der besten Darstellungen der Positionen von Henry Salt, Peter Singer und Tom Regan in deutscher Sprache. Leider ein teures Buch. Eine Besprechung von Thorsten Ullrich finden Sie hier.

• Francione, Gary L.
Your Child or the Dog? Introduction to Animal Rights
Philadelphia: Temple UP 2000, ca. CHF 28.–
Einführung in die moderne Tierethik; Herleitung des tierrechtlichen Abolitionismus (= Abschaffung jedwelcher Form der Tiernutzung durch den Menschen) auf der Basis der These, dass Empfindungsfähigkeit allein ausreicht, um Lebewesen das Recht einzuräumen, nicht als Eigentum behandelt zu werden. Sehr zu empfehlen. Kurzes Interview zum Buch hier. Francione unterhält ausserdem eine informative Website. Dort findet sich auch eine animierte Darstellung (Slideshow) seiner Auffassung von Tierrechten in deutscher Sprache.

• Garner, Robert
Animal Ethics
Cambridge: Polity Press 2005, ca. CHF 25.–
Einführung in die moderne Tierethik am Beispiel zahlreicher Formen der Tiernutzung. Im Zentrum steht die Frage, ob sich die Tierrechtsbewegung auch der Mittel des traditionellen Tierschutzes bedienen sollte, um an ihr Ziel zu gelangen. Garner meint: ja. Sehr zu empfehlen.

• Kaplan, Helmut
Tierrechte: Die Philosophie einer Befreiungsbewegung
Göttingen: Echo Verlag 2000, ca. CHF 15.–
Versuch einer Gesamtübersicht über Theorie und Praxis der Tierrechtsphilosophie. Sehr gut geeignet für EinsteigerInnen. Eine Buchbesprechung von Thorsten Ullrich finden Sie hier, eine weitere Rezension hier. Kaplans Buch Tiere haben Rechte bietet ein Kompendium von Argumenten und Argumenten bezüglich der Frage, ob und welche Rechte Tiere haben sollten.

• Owen, Marna A.
Animal Rights: Noble Cause or Needless Effort
New York: Twenty-First Century Books 2009, ca. CHF 40.–
Nützliche Gegenüberstellung der Argumente pro und contra Tierrechte.

• Panaman, Roger
How to Do Animal Rights
Online Version 2008
Eigensinnige und häufig summarische Darstellung der theoretischen sowie praktischen Dimensionen der Tierrechtsidee mit zahlreichen weiterführenden Hinweisen.

• Regan, Tom
Animal Rights, Human Wrongs
Lanham: Rowman & Littlefield 2003, ca. CHF 35.–
Gut lesbare Einführung von einem der wichtigsten Tierrechtler der Gegenwart in die zentralen philosophischen Begrifflichkeiten und Positionen der Tierethik. Sehr zu empfehlen.

• Rowlands, Mark
Animal Rights: Moral Theory and Practice
Hampshire: Palgrave Macmillian 2009, ca. CHF 20.–
Gute Zusammenstellung der gegenwärtig wichtigsten Tierrechtspositionen mit besonderem Akzent auf Vertragstheorien sowie einem eigenen Kapitel über den Geist der Tiere.

• Sherry, Clifford J.
Animal Rights: A Reference Handbook
Santa Barbara: ABC-Clio Inc. 2009 (1. Aufl. 1994), ca. CHF 75.–
Gut lesbare und sehr übersichtliche Darstellung der zentralen Themen der Tierrechtsphilosophie mit Akzent auf der Unterscheidung zwischen Tierrechten und Tierschutz. Leider teuer.

• Wolf, Jean-Claude
Argumente pro und contra Tierrechte
Information Philosophie 3/2008
Gelungene Gegenüberstellung der wichtigsten philosophischen Argumente für und wider die Anerkennung grundlegender Rechte für Tiere. Wolf gehört zu den renommiertesten Tierethikern im deutschsprachigen Raum. Den Vortrag zum Thema finden Sie als Video hier: Teil 1 / Teil 2 / Teil 3 / Teil 4 / Teil 5 / Teil 6.

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Textsammlungen und Anthologien

• Bekoff, Marc (ed.)
Encyclopedia of Animal Rights and Animal Welfare
Westport: Greenwood Publishing Group, ca. CHF 90.–
Nachschlagewerk mit kurzen, aber sehr informativen Einträgen zu den wichtigsten Themen der Tierethik, verfasst von international anerkannten ExpertInnen. Das einzige Manko: ein unverschämt teures Buch. Bekoff gilt als einer der bekanntesten Vertreter der Kognitiven Ethologie und ist einer der wenigen Verhaltensforscher, die aus ihren wissenschaftlichen Untersuchungen ethische Konsequenzen ziehen; eines der zahllosen Beispiele dafür ist der mit Colin Allen verfasste Aufsatz Animal Minds, Cognitive Ethology, and Ethics (2007) sowie sein Buch Das unnötige Leiden der Tiere (siehe die Buchsprechung von Matthias Boller). Eine Rede von Bekoff zum Thema Wissenschaft und Tierrechte finden Sie als Video hier.

• Best, Steven & Nocella II, Anthony. J. (eds.)
Terrorists or Freedom Fighters? Reflections on the Liberation of Animals
New York: Lantern Books 2004, ca. CHF 30.–
Eine der bisher ersten Textsammlungen über den sogenannt radikalen Tierrechtsaktivismus mit Beiträgen von TheoretikerInnen und AktivistInnen. Es geht vor allem um Ziele und Strategien des Tierrechtsaktivismus, der Akzent liegt auf der Animal Liberation Front (ALF) in Amerika nach 9/11. Sehr zu empfehlen. Hier finden Sie Besprechungen von Matthew Liebman, Karen Davis und Lauren E. Eastwood. Die beiden Herausgeber sind zugleich die Begründer des Center on Animal Liberation Affairs (CALA), das 2007 in Institute for Critical Animal Studies (ICAS) umbenannt wurde. Steven Best gilt als einer der umstrittensten Tierrechtler der Gegenwart; er vertritt einen äusserst politisch motivierten Abolitionismus, den er in Abgrenzung zu anderen Formen des Abolitionismus (z.B. von Gary Francione) “Liberationismus” nennt.

• Clarke, Paul A. B. & Linzey, Andrew (eds.)
Animal Rights: A Historical Anthology
Columbia: Columbia University Press 2004, ca. CHF 30.–
Sammlung mit Texten von Platon bis in die Gegenwart zum moralischen Status von Tieren und der Frage, ob bzw. welche Rechte ihnen zukommen sollten. Das Buch ist unter dem Titel Das Recht der Tiere in der menschlichen Gesellschaft auch ins Deutsche übersetzt worden.

• Franke, Klaus (Hrsg.)
Mehr Rechte für Tiere
Hamburg: Rowohlt Verlag 1985, antiquarisch
Plädoyer für einen einschneidenden Wandel im Mensch/Tier-Verhältnis. Anders als der Titel vermuten lässt, befassen sich die meisten Artikel aber mit traditionell tierschützerischen Themen.

• Garner, Robert (ed.)
Animal Rights: The Changing Debate
New York: New York UP 1997, ca. CHF 28.–
Hochkarätige Beiträge zu den ethischen und politischen Dimensionen der Tierrechtsphilosophie. Sehr zu empfehlen.

• Hargrove, Eugene C. (ed.)
The Animal Rights/Environmental Ethics Debate
Albany: State University of New York Press 1992, ca. CHF 35.–
Gute Sammlung von Texten über Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Tierrechtsphilosophie und Themen des Umweltschutzes.

• IAT Heidelberg (Hrsg.)
Tierrechte: Eine interdisziplinäre Herausforderung
Erlangen: Harald Fischer Verlag 2007, ca. CHF 22.–
Interessante Palette an Beiträgen aus Politik, Ethik, Tierschutz und Tierrechtsphilosophie zur moralischen Stellung von Tieren. Die Heidelberger Arbeitsgruppe betreute zudem bis 2008 einen Tierethikblog. Im Sommer 2010 hat ihre Aktivitäten endgültig eingestellt.

• Regan, Tom & Singer, Peter (eds.)
Animal Rights and Human Obligations
Englewoods Cliffs: Prentice Hall 1976, antiquarisch
Nach wie vor brauchbare Textsammlung zum moralischen Status von Tieren und unterschiedlichen Auffassungen von Tierrechten.

• Rohr, Janelle (ed.)
Animal Rights: Opposing Viewpoints
San Diego: Greenhaven Press 1989, antiquarisch
Sehr gute und pointierte Sammlung von Texten pro und contra Tierrechte.

• Singer, Peter (Hrsg.)
Verteidigt die Tiere
Wien: Paul Neff Verlag 1986 (Orig. 1985), antiquarisch
Breit gefächerte Textsammlung von VertreterInnen aus Theorie und Praxis zu unterschiedlichen Formen von Tiernutzung und Tierrechtsaktivismus. Immer noch sehr lesenswert, auch als Einführung in die Debatte nützlich.

• Singer, Peter (ed.)
In Defense of Animals: The Second Wave
Oxford: Basil Blackwell 2005, ca. CHF 28.–
Der Nachfolgeband von Verteidigt die Tiere (In Defense of Animals) aus dem Jahr 1985; auch diesesmal geht es darum, Theorie und Praxis der Tierbefreiungsphilosophie aufeinander zu beziehen. Sehr breites Spektrum, hochkarätige Beiträge.

• Stallwood, Kim W. (ed.)
A Primer on Animal Rights
New York: Lantern Books 2002, ca. CHF 22.–
Sehr gute Sammlung von (kürzeren) Texten über die Notwendigkeit von Tierrechten in allen Bereichen, von der sog. Haustierhaltung über Tierversuche bis hin zur Jagd.

• Sunstein, Cass R. & Nussbaum, Martha C. (eds.)
Animal Rights: Current Debates and New Directions
Oxford: Oxford UP 2005, ca. CHF 25.–
Aufsätze von führenden TierethikerInnen zu Positionen und Problemen von Tierrechten aus philosophischer Sicht.

• Witt-Stahl, Susann (Hrsg.)
Das steinerne Herz der Unendlichkeit erweichen
Abschaffenburg: Alibri Verlag 2007, ca. 34.–
Aufsatzsammlung mit Beiträgen zur Mensch-Tier-Beziehung vor allem aus Sicht der Kritischen Theorie (Frankfurter Schule). Eine Buchbesprechung von Stefan Seidel finden Sie hier.

• Wolf, Ursula (Hrsg.)
Texte zur Tierethik
Stuttgart: Reclam 2008, ca. CHF 14.–
Sammelband mit (zum grossen Teil erstmals übersetzten) Beiträgen zu neuen Debatten in der Tierethik, gegliedert in einen moralphilosophischen Teil und einen Anwendungsteil, in dem es u.a. um die Nutzung der Tiere zum Zwecke der Ernährung und Forschung geht.

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Vorläufer und Klassiker

• Brockhaus, Wilhelm (Hrsg.)
Das Recht der Tiere in der Zivilisation
München: Hirthammer Verlag 1975, antiquarisch
Zu Unrecht kein Klassiker, obschon im selben Jahr erschienen wie Peter Singers vermeintliche “Bibel” der Tierrechts-/Tierbefreiungsbewegung. In Brockhaus’ Anthologie steht das Recht auf Leben im Vordergrund und damit die Frage, ob es überhaupt eine moralische Rechtfertigung des Menschen gibt, Tiere zu seinem Nutzen und Vorteil zu instrumentalisieren. In der Einleitung verneint Brockhaus diese Frage, fordert den Tieren gegenüber ein Verhalten, als wären sie Personen und votiert für einen ethischen Vegetarismus bzw. Veganismus. Eine Buchrezension findet sich hier. Sehr zu empfehlen.

• Brophy, Birgit
“The Rights of Animals”
Sunday Times vom 10. Oktober 1965
Eine der Initialzündungen der modernen Tierbefreiungs- oder Tierrechtsbewegung. Ein Jahr zuvor erschien Ruth Harrisons Buch “Animal Maschines”, ebenfalls 1963/64 wurde vom Briten John Prestige die noch heute aktive Hunt Sabateurs Association (HSA) ins Leben gerufen; aus ihr hat sich der sog. radikale Tierrechtsaktivismus der 1970er Jahre herausgebildet.

• Gompertz, Lewis
Moral Inquiries on the Situation of Man and of Brutes (1824)
Fontwell, Sussex: Centaur Press 1992
Der Brite Lewis Gompertz (1779-1861) argumentiert in diesem Buch gegen den Gebrauch von Tieren zu menschlichen Zwecken aus und erhebt Einwände gegen deren Tötung. Eine deutschsprachige Buchbesprechung finden Sie hier. Gompertz engagierte sich zunächst in der weltweit ersten Tierschutzvereinigung, der 1824 in London gegründeten “Society for the Prevention of Cruelty to Animals”, wurde aber bald einmal ausgeschlossen und gründete daraufhin seine eigene Organisation “Animal’s Friend Society”.

• Clark, Stephen R.L.
The Moral Status of Animals
Oxford: Clarendon Press 1977, antiquarisch
Sorgfältige historisch-systematische Studie über den moralischen Status von Tieren. Clark legt den Akzent auf den weit verbreiteten, tierschützerischen Grundsatz der Vermeidung unnötiger Schmerzen und prüft, welche Nutzungsformen von Tieren aus Sicht des Menschen tatsächlich “nötig” sind (Auszüge). Clark war neben Singer, Ryder u.a. Mitglied der “Oxford-Group”, die in den 1970er Jahren die moderne Tierethik massgeblich prägte. In späteren Schriften bezieht Clark einen holistischen Standpunkt, demzufolge der Mensch gegenüber der Natur als Ganzes (“Gaia”) direkte moralische Pflichten hat; eine knappe Darstellung dieser Position finden Sie hier in deutscher Übersetzung als hier (mehr dazu im Info-Dossier Nr. 2/2009 Mensch, Tier, Natur von tier-im-fokus.ch; auch als PDF).

• Feinberg, Joel
“Die Rechte der Tiere und zukünftige Generationen” (Original 1974)
Ökologie und Ethik, ed. Dieter Birnbacher, Stuttgart: Reclam Verlag 1980, ca. CHF 10.–
Nach wie vor lesenswerter Text mit grundlegenden Überlegungen zum Begriff des Interesses und der Interessenschädigung sowie weiterführend zur Zuschreibung von Rechten.

• Kaplan, Helmut
Leichenschmaus
Reinbeck: Rowohlt 1993 (antiquarisch)
Klassiker der deutschprachigen Tierethik. Kraftvolle, philosophische Grundlegung einer tierrechtlichen Position. Nach wie vor zu empfehlen.

• Linzey, Andrew
Animal Theology. A Christian Assessment of Man’s Treatment of Animals
London: SCM Press 1976, antiquarisch
Einer der ersten Versuche, die Forderung nach grundlegenden Rechten für Tiere auf der Basis der christlichen Theologie zu begründen; siehe auch sein Nachfolgewerk Christianity and the Rights of Animals (1988). Eine deutschsprachige Buchbesprechung findet sich hier. Linzey gehörte neben Peter Singer, Richard Ryder u.a. zur “Oxford-Group”, die in den 1970er Jahren die moderne Tierethik massgeblich prägte. Er organisierte 1977 mit Ryder zusammen am Trinity College die erste Tierrechtskonferenz, an der eine Deklaration gegen den Speziesismus verfasst wurde, die von rund 150 Personen unterzeichnet wurde. Linzey leitet seit einigen Jahren das Oxford Centre for Animal Ethics und wird ab 2010 die Zeitschrift Journal of Animal Ethics herausgeben.

• Midgley, Mary
Animals and Why They Matter
London: Penguin Books 1983 (Neuaufl. 1998), ca. CHF 25.–
Tugendethischer Ansatz, der nicht auf Begriffe wie Gerechtigkeit, Rechte oder Freiheit setzt, sondern auf die Nähe oder Verwandschaft zu Lebewesen, aus der sich dann spezielle moralische Verpflichtungen ergeben können (wie z.B. die Pflicht der Fürsorge). Ein Buch, das zu Unrecht selten zitiert wird (Auszüge). Siehe in diesem Zusammenhang auch Info-Dossier 2/2009 Mensch, Tier, Natur von tier-im-fokus.ch (auch als PDF).

• Nelson, Leonard
Pflichten gegen Tiere (1932)
System der philosophischen Ethik und Pädagogik, Gesammelte Schriften, Hamburg 1964-1970
Vom Göttinger Philosophen und Sozialisten Nelson (1882-1927) ist in der Tierethik zu Unrecht bloss selten die Rede: Nelson räumt Tieren den Status von Personen ein und vertritt Ansicht, dass wir ihnen gegenüber direkte Pflichten haben, die nebst vielem anderem miteinschliessen, dass wir Tiere zum Zwecke der Ernährung nicht töten dürfen. Eine deutschsprachige Besprechung finden Sie hier. Nelson gründete Mitte der 1920er Jahre zudem den “Internationalen Sozialistischen Kampfbund” (ISK), deren Mitglieder (rund die Hälfte davon waren Frauen) sich u.a. verpflichteten, auf Alkohol und Nikotin zu verzichten und einen ethisch motivierten, strengen Vegetarismus zu leben.

• Nicholson, Edward Byron
The Rights of an Animal
London: Kegan Paul 1879, online bei Animal Rights History 2003
Interessanter Traktat über grundlegende Rechte für Tiere, so insbesondere das Recht auf Leben.

• Paterson, David & Ryder, Richard (eds.)
Animal Rights: A Symposium
Fontwell: Centaur Press 1979, antiquarisch
Vereinigt die Beiträge des weltweit ersten, im Jahre 1977 am Trinity College in Oxford durchgeführten Kongresses zu Tierrechten.

• Regan, Tom
The Case for Animal Rights
Berkeley: University of California Press 1983, ca. CHF 30.–
Die nach wie vor ausgefeilteste Theorie über Tierrechte. Darin entwickelt Regan u.a. den Begriff von Subjekten-eines-Lebens (“subjects-of-a-life”), die über Eigenwert verfügen, den es zu respektieren gilt. Dies schliesst nebst anderem mit ein, dass wir solche Wesen nicht auf eine Weise behandeln dürfen, dass sich deren Wert auf den Nutzen und Vorteil reduziert, den wir Menschen daraus haben. Weil nach Regan auch (die meisten) Tiere Eigenwert haben, hat dies letztlich die Abschaffung (= abolition) der gängigen Formen der Tiernutzung zur Folge. Das Buch ist detailliert und argumentativ dicht; dennoch äusserst empfehlenswert. Eine handliche Zusammenfassung seiner Position bietet Regan im Aufsatz “The Case for Animal Rights” (1985) (englisch, deutsch). Eine frühe Videoaufzeichnung einer Rede von Regan finden Sie hier, ein Vortrag aus dem Jahr 2006 auf Video hier: Teil 1 / Teil 2 / Teil 3 / Teil 4 / Teil 5. Regan verwaltet zudem ein umfangreiches Animal Rights Archive.

• Rollin, Bernard E.
Animal Rights and Human Morality
Buffalo, New York: Prometheus Books 1981 (Neuaufl. 2006), ca. CHF 28.–
Ausführliche Argumentation dafür, dass Empfindungsfähigkeit nicht bloss eine notwendige, sondern vielmehr bereits eine hinreichende Bedingung dafür ist, Tieren moralischen Status bzw. grundlegende Rechte einzuräumen. Ein leider selten gelesenes Buch (Auszüge); eine deutschsprachige Besprechung findet sich hier. Rollin ist einer der weniger Tierethiker unserer Tage, die Naturwissenschaft und Ethik aufs Engste miteinander verbinden, siehe auch sein Buch The Unheeded Cry (1989).

• Ryder, Richard
Victims of Science
London: Open Gate Press 1975, antiquarisch
Richard Ryder gehörte wie Peter Singer, Andrew Linzey u.a. zur “Oxford Group” und hatte gegen 1970 den Begriff “Speziesismus” per Flugblätter in die tierethische Diskussion eingebracht (Speziesismus = willkürliche Bevorzugung bzw. Abwertung von Mitgliedern einer bestimmten biologischen Gattung gegenüber Mitgliedern einer anderen Spezies). In diesem Buch entwickelt Ryder eine argumentativ hochstehende, grundsätzliche Kritik an Tierversuchen.

• Salt, Henry S.
Animal Rights (1892) / PDF
London: Open Gate Press, ca. CHF 15.–
Das Buch legte den Grundstein für spätere Tierrechtstheorien. Salt (1851-1939) hat den Anspruch, die gängigen Argumente für die Nutzung der Tiere durch den Menschen zu entkräften und im Gegenzug darzulegen, dass allein der Standpunkt der Tierrechte in sich stimmig ist. Eine solide Auseinandersetzung mit Salts Position findet sich in Kapitel 2 von Andreas Flurys Buch Der moralische Status von Tieren; eine deutschsprachige Besprechung von Salts Buch finden Sie hier. Salt gründete 1891 zudem die “Humanitarian League”, gewissermassen die erste Tierrechtsgruppierung; sie traf sich wöchentlich in einem der neuen vegetarischen Restaurants in London (das erste wurde 1876 eröffnet), wo sich u.a. auch Mahatma Ghandi und Bernard Shaw einfanden. Mehr dazu im Info-Dossier 11b/2009 Im Namen der Tiere (Teil 2) von tier-im-fokus.ch (auch als PDF).

• Singer, Peter
Animal Liberation / Befreiung der Tiere (1975)
Reinbeck: Rowohlt Verlag 1996, ca. CHF 20.–
Gilt als die “Bibel” der Tierrechtsbewegung, obschon sich Singer selbst nicht für Tierrechte ausspricht. Singer vertritt einen anti-speziesistischen Standpunkt, bei dem die Empfindungsfähigkeit von Lebewesen im Zentrum steht; darauf aufbauend entwickelt er ein Prinzip der gleichen Berücksichtigung von gleichen Interessen. Im Gegensatz zu vielen TierrechtlerInnen ist Singer nicht der Ansicht, dass Empfindungsfähigkeit ausreicht, um menschlichen sowie nicht-menschlichen Tieren einen prinzipiellen Schutz des Lebens einzuräumen. Eine deutschsprachige Buchbesprechung von Thorsten Ullrich finden Sie hier. Eine bündige Zusammenfassung der Position Singers findet sich in Kapitel 3 seines umstrittenen Buches Praktische Ethik (2. Aufl. 1993) oder in seinem Aufsatz “All Animals are Equal” (englisch, deutsch).

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Neuere Literatur

• Balluch, Martin
Die Kontinuität des Bewusstseins
Wien: Guthmann Peterson 2005, ca. CHF 50.–
Konsequent naturwissenschaftliche Begründung der These, dass Tiere über Bewusstsein verfügen und deshalb grundlegende Rechte wie das Recht auf Leben und Unversehrtheit haben. Leider teuer. Einen Vortrag von Balluch aus dem Jahr 2008 finden Sie als Video hier: “Das naturwissenschaftliche Argument für Tierrechte” (Teil 1 / Teil 2 / Teil 3 / Teil 4 / Teil 5).

• Cavalieri, Paola
Die Frage nach den Tieren
Erlangen: Harald Fischer Verlag 2002, ca. CHF 20.–
Die Autorin argumentiert für grundlegende Rechte, die (gewissen) Tieren eingeräumt werden sollten, und zwar auf der Grundlage einer Erweiterung der Theorie der Menschenrechte.

• Cavalieri, Paola & Singer, Peter (Hrsg.)
Menschenrechte für die grossen Menschenaffen: das Great Ape Project (GAP)
München: Goldmann Verlag 1994, ca. CHF 28.–
Aufsätze für eine Erweiterung grundlegender Rechte für die Grossen Menschenaffen wie das Recht auf Leben, Schutz der indivuellen Freiheit und Verbot der Folter. Breite Palette von Aufsätzen zu diesem Thema aus Philosophie, Verhaltensforschung und Rechtswissenschaft. Das Great Ape Project wurde aus tierrechtlerischer Seite teilweise scharf kritisiert, weil auf diese Weise gewissen Tieren gegenüber anderen (v.a. Nutztieren) moralische Privilegien eingeräumt werden. Eine informative Gegenüberstellung der Argumente pro und contra GAP finden sich im Magazin Tierbefreiung 56/2007).

• Francione, Gary L.
Animals als Persons
New York: Columbia UP 2008, ca. CHF 40.–
Aufsatzsammlung zu Themen des Verhältnisses von Tierschutz und Tierrechte, Tierversuche, feministische Kritik an Tierrechten etc. Die Einleitung eignet sich hervorragend als Einführung in die Grundprobleme der modernen Tierethik.

• Franklin, Julian
Animal Rights and Moral Philosophy
New York: Columbia UP 2005, ca. CHF 25.–
Ein Versuch, im Anschluss an Tom Regan eine kantische Theorie der Tierrechte zu begründen.

• Harringer, Susanna
Manche Tiere sind gleicher
Wien: Guthmann-Petersen 2002, ca. CHF 35.–
Darstellung der abendländischen Mensch/Tier-Beziehung sowie Versuch, die Grundlagen der modernen Tierrechtsphilosophie zu erläutern. Eine Buchbesprechung von Martin Pätzold findet sich hier. Einen Beitrag über das Verbindende zwischen Feminismus und Tierrechten hat Harringer im Magazin Tierbefreiung publiziert.

• Nibert, David
Animal Rights / Human Rights
Lanham: Rowman & Littlefield Publishers 2002, ca. CHF 34.–
Aufschlussreiche Studie darüber, wie das kapitalistische Wirtschaftssystem Lebewesen in Gebrauchsartikel umwandelt und so um ihre grundlegenden Rechte bringt. Sehr zu empfehlen. Hier findet sich ein Interview von Claudette Vaughan mit Nibert.

• Regan, Tom
Defending Animal Rights
Urbana, Chicago: University of Illinois Press 2001, ca. CHF 26.–
Aufsatzsammlung zu Themen der Tierrechte, Tierbefreiungsbewegung und Umweltethik. Unverzichtbar.

• Regan, Tom
Empty Cages: Facing the Challenge of Animal Rights
Lanham: Rowmann & Littlefield 2004, ca. CHF 24.–
In diesem Buch stellt Regan die praktischen Konsequenzen in den Mittelpunkt, die sich aus dem Standpunkt der Tierrechte für die Ernährung, Forschung, Unterhaltung (Zoo, Zirkus) etc. ergeben.

• Rowlands, Mark
Animals Like Us
London: Lovo 2002, ca. CHF 22.–
Origineller Versuch, auf der Basis einer Vertragstheorie (im Stile von John Rawls) grundlegende Rechte für Tiere einzufordern; siehe dazu auch sein Animal Rights: A Philosophical Defence (1998). Das Buch kann zugleich als einführender Text gelesen werden (Auszüge). Von Rowlands stammt übrigens das Buch Der Philosoph und der Wolf (2009), in dem er seine Erlebnisse mit dem Wolfshund Brenin schildert – ein eindringlicher Text, der zwischen den Zeilen einiges an Tierethik enthält. Ein interessanter Bericht, der auf dieses Buch eingeht, ist Ingolf Bossenz’ Das Dilemma der menschlichen Seele.

• Steiner, Gary
Animals and the Moral Community
New York: Columbia UP 2008, ca. CHF 38.–
Interessante Studie mit zahlreichen Argumenten gegen die These, dass Sprachvermögen oder Vernunftbegabung dafür ausschlaggebend ist, wie wir mit Tieren umgehen. Nach Steiner ist diese These auch in den Theorien von Peter Singer und Tom Regan zu finden. Ein Interview von tier-im-fokus.ch mit Gary Steiner findet sich hier.

• Walden, Sina & Bulle, Gisela
Endzeit für Tiere: Ein Aufruf zu ihrer Befreiung
Hamburg: Rowohlt 1982, antiquarisch
Ein für den deutschsprachigen Raum frühes Zeugnis eines engagierten, aber wohlfundierten Plädoyers für Tierrechte. Sehr zu empfehlen. Eine kurze Geschichte der (deutschen) Tierrechtsbewegung von Sina Walden finden Sie hier.

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Kritik an der Tierrechtsphilosophie

• Carruthers, Peter
The Animal Issue
Cambridge: Cambridge UP 1992, ca. CHF 30.–
Verteidigung der These, dass sich Tiere ihrer Leiden (und Freuden) nicht bewusst sind und wir somit auch keine direkte Pflichten gegenüber Tieren haben. Eine kurze Darstellung seiner (kontraktualistischen) Position in deutscher Übersetzung findet sich hier.

• Cohen, Carl & Regan, Tom
The Animal Rights Debate
Lanham: Rowman & Littlefield Publishers 2001, ca. CHF 45.–
Aufschlussreiche und didaktisch gut aufbereitete Debatte über Möglichkeiten und Grenzen der Tierrechtsidee. Cohen wendet sich darin gegen den von Regan propagierten Standpunkt, dass (die meisten) Tiere über moralische Rechte verfügen sollten. Nach Cohen können nur Wesen Rechte haben, die auch Pflichten übernehmen können. Eine Buchbesprechung von Nathan Nobis findet sich hier, eine von Lisa Kemmerer hier. Einen Einblick in Cohens Auffassung bietet das Video von einem Vortrag in Heidelberg aus dem Jahr 2006.

• Donovan, Josephine & Adams, Carol J. (eds.)
The Feminist Care Tradition to Animals Ethics: A Reader
New York: Columbia UP 2007, ca. CHF 30.–
Aufsatzsammlung zur feministischen Tierethik mit Kritik an der Tierrechtsphilosophie. Knüpft an die frühere Anthologie der beiden Autorinnen, Beyond Animal Rights (1996), an. Eine deutschsprachige Buchbesprechung von Susi Harringer finden Sie hier. Sehr zu empfehlen.

• Frey, Raymond G.
Interests and Rights: The Case Against Animal Rights
Oxford: Clarendon Press 1980, antiquarisch
Kritik an der Auffassung, dass Tiere in einem ernstzunehmenden Sinne Interessen haben. Weil sie keine Sprache besitzen, haben sie auch keine Überzeugungen und Wünsche; ohne Überzeugungen und Wünsche aber ergibt es keinen Sinn, einem Lebewesen Interessen und weiterführend Rechte zuzuschreiben. Eine zusammenfassende Darstellung dieser Position gibt Frey in seinem Aufsatz “Rights, Interests, Desires and Beliefs” (1979) (in deutscher Übersetzung als PDF).

• Leahy, P. T.
Against Liberation: Putting Animals in Perspective
London: Routledge 1991, antiquarisch
Von Wittgenstein inspirierter Versuch darzulegen, dass die gängigen Tierrechtstheorien auf falschen Annahmen über das Wesen sowie Verhalten von Tieren beruhen.

• Machan, Tibor
Putting Humans First
Lanham: Rowman & Littlefield Publishers 2004, ca. CHF 22.–
Plädoyer für die These, dass Tiere über keine Rechte verfügen können, weil das Konzept der Rechte schon aus begrifflichen Gründen nur auf Menschen anwendbar ist. Eine Auseinandersetzung mit Machans Thesen von David Graham und Nathan Nobis findet sich hier. Für eine knappe Darlegung seiner Position siehe die Videoaufzeichnung eines Vortrags in Heidelberg aus dem Jahre 2007.

Scruton, Roger
Animals Rights and Wrongs
London: Demos 2000 (1. Aufl. 1996), ca. CHF 22.–
Provokative, aber letztlich konservative Auseinandersetzung mit der Forderung, dass Tiere grundlegende Rechte haben sollten. Das Buch enthält einige interessante Überlegungen zur Ungleichbehandlung von Haus- und Nutztieren; vgl. dazu auch Info-Dossier 26/2009 Heimtiere von tier-im-fokus.ch (auch als PDF).

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Tierrechtsbewegung: Geschichte und Gegenwart

• Breyvogel, Wilfried (Hrsg.)
Eine Einführung in Jugendkulturen. Veganismus und Tattoos
Wiesbaden: Vs Verlag 2005, ca. CHF 35.–
Das Kapitel von Thomas Schwarz, “Veganismus und das Recht der Tiere”, bietet eine historische sowie systematische Einführung in die Verknüpfung von Tierrechtsphilosophie und veganem Lebensstil.

• Finsen, Lawrence & Finsen, Susan
The Animal Rights Movement in America
New York: Twayne Publishers 1994, antiquarisch
Nach wie vor das Standwerk zur Geschichte der amerikanischen Tierrechtsbewegung v.a. der 1980er und frühen 1990er Jahre aus soziologischer Sicht. Sehr zu empfehlen.

• Godwin, Tom
Die britische Anti-Pelz-Bewegung seit den 80ern
Online Version bei Berliner Tierbefreiungs-Aktion (BerTA)
Informative Darstellung der Geschichte der britischen Tierrechtsbewegung mit Akzent auf die Kampagnen und Strategien der Anti-Pelz-Bewegung.

• Guither, Harold D.
Animal Rights: History and Scope of a Radical Social Movement
Carbondale: Southern Illinois University Press 1998, ca. CHF 45.–
Umfassende historische Darstellung des sog. radikalen Tierrechtsaktivismus sowie ein Versuch, Anliegen und Strategien der Tierrechtsbewegung zu systematisieren.

Haferbeck, Edmund & Wieding, Frank
Operation Tierbefreiung
Göttingen: Echo-Verlag 1998, antiquarisch
Leidenschaftliches, aber fundiertes Plädoyer für die Anerkennung von Tierrechten im Gegensatz zur tierschützerischen Forderung, Tiere “artgerecht” und “human” zu behandeln. Bietet zugleich eine detailreiche Darstellung der Geschichte des sog. radikalen Tierrechtsaktivismus, besonders in Deutschland. Sehr zu empfehlen.

• Henshaw, David
Animal Welfare. The Story of the Animal Liberation Front

London: Fontana 1989, antiquarisch
Bislang eine der wenigen Darstellungen der Geschichte, Anliegen und Aktionen der Animal Liberation Front (ALF). Mit interessanten Details bespickt, häufig aber unbedarft und oberflächlich.

Jasper, James M. & Nelkin, Dorothy
The Animal Rights Crusade. The Growth of a Moral Protest
New York et al.: The Free Press 1992, antiquarisch
Fundierte und faktenreiche Darstellung der amerikanischen Tierrechtsbewegung von den frühen 1970ern bis anfangs der 1990er Jahre, wobei allenthalben Bezüge zu anderen Sozialbewegungen hergestellt werden.

• Mason, Peter
The Brown Dog Affair
London: Two Sevens Publishing 1997, antiquarisch
Historische Darstellung über das Denkmal des “braunen Hundes”, ein Symbol für alle Opfer der Vivsektion, welches 1906 in London enthüllt wurde und zu heftigen Auseinandersetzungen führte. Enthält zudem interessante Details über die Anfänge der britischen Anti-Vivisektionsbewegung.

• Newkirk, Ingrid
Free the Animals
New York: Lantern Books 2000, ca. CHF 24.–
Fiktionale Darstellung der Geschichte der Animal Liberation Front (ALF) besonders im Amerika der 1980er Jahre. Newkirk ist Mitbegründerin und Präsidentin von People for the Ethical Treatment of Animals (PeTA), die nach eigenen Angaben weltweit grösste Tierrechtsorganisaton.

• Pickering, Leslie J.
The Earth Liberation Front: 1997-2002
Portland: Arissa Media Group 2007, ca. CHF 24.–
Umfassende Zusammenstellung der Geschichte, Anliegen und Aktionen der Earth Liberation Front (ELF) besonders in Amerika, enthält zahlreiche Bezüge zum sog. radikalen Tierrechtsaktivismus, v.a. Animal Liberation Front (ALF).

• Plattner, Eric
Die Tierrechtsbewegung
Online Publikation des Soziologischen Instituts der Uni Zürich 1997
Informative Darstellung der Ziele und Strategien der Tierrechtsbewegung mitsamt Analyse der gesellschaftlichen Hindernisse, die Tierrechtsidee umzusetzen.

• Poole, Steve
The History of the Hunt Sabateurs Association (Part 1)
Online bei der American Hunt Sabateurs Association o.J.
Sehr informativer Abriss der Anfänge der 1963/64 von John Prestige gegründeten Hunt Sabateurs Association (HSA), die auch heute noch aktiv ist.

• Rinas, Bernd-Udo
(Art)gerecht ist nur die Freiheit. Geschichte, Theorie und Hintergründe der veganen Bewegung
Giessen: Focus Verlag 2000 (Online Versand nicht möglich)
Versuch über das theoretische und praktische Potenzial des Veganismus, auf gesellschaftliche Prozesse Einfluss zu nehmen. Eine Buchbesprechung von Thorston Ullrich finden Sie hier.

• Roberts, J. J.
Against All Odds
London: Arc Print 1986, online als PDF verfügbar
Äusserst informative und mit vielen Daten versehene Studie über die britische Tierrechtsbewegung seit den Anfängen bis Mitte der 1980er Jahre. Unverzichtbar, sehr zu empfehlen.

• Ryder, Richard
Animal Revolution. Changing Attitudes Towards Speciesism
Oxford: Berg Publishing Books 1989, ca. CHF 35.–
Informative Darstellung der Geschichte der Tierethik, besonders der 1970er Jahre, die Ryder entscheidend mitgeprägt hat. Eine deutschsprachige Buchbesprechung finden Sie hier. Auch für EinsteigerInnen geeignet.

Singer, Peter
Henry Spira und die Tierrechtsbewegung
Erlangen: Harald Fischer Verlag 2001 (Orig. 1998), ca. CHF 28.–
Autobiographisch ausgerichtete Darstellung über das Leben und Wirken des amerikanischen Aktivisten Henry Spira, der in den 1980er und 1990er Jahren einige neuartige und teilweise spektakuläre Kampagnen gegen Tierversuche lancierte. Das Buch enthält viele aufschlussreiche Details über die weltweite Tierrechtsbewegung der damaligen Zeit. Eine Buchbesprechung von Thorston Ullrich findet sich hier, eine Rezension von Susann Witt-Stahl findet sich hier.

Roscher, Mieke
Ein Königreich für Tiere: Die Geschichte der britischen Tierrechtsbewegung
Marburg: Tectum-Verlag 2009, ca. CHF 40.–
Historische Darstellung der britischen Tierrechtsbewegung sowie der Versuch nachzuweisen, dass sich Anliegen und teilweise auch Strategien der modernen Bewegung bereits im frühen 19. Jahrhundert finden. Gehört zumindest im deutschsprachigen Raum zu der bisher umfassendensten Abhandlung zu diesem Thema.

Tierrechts-Aktion Nord (TAN) (Hrsg.)
My Brother’s Keeper
Reader, erhältlich bei Tierrechts-Aktion Nord (TAN)
Essays und Interviews von AktivistInnen zu den Hintergründen und dem gegenwärtigen Stand der Tierrechtsbewegung; besonders lesenswert ist der Beitrag von Günther Rogausch. Eine Besprechung des Readers findet sich hier.

Young, Peter Daniel (ed.)
Animal Liberation Front: Complete Diary of Action, The First 30 Years
London: Wacry Communication 2010, ca. CHF 30.–
Umfassende und systematisierte Auflistung von Aktionen der 1976 ins Leben gerufenen und weltweit agierenden ‘Organisation’ Animal Liberation Front (ALF).

Walden, Sina
Die Tierrechtsbewegung (work in progress)
Interessanter, authentischer Abriss der Geschichte der Tierrechtsbewegung besonders in Deutschland von der Journalistin und Tierrechtlerin Sina Walden. Sie ist u.a. mit Gisela Bulle Autorin des Buches Endzeit für Tiere (1982).

Wand, Kelly (ed.)
The Animal Rights Movement
New York: Greenhaven Press 2003, antiquarisch
Handliche und informative Textsammlung über die Geschichte, Ziele und Kampagnen der (v.a. amerikanischen) Tierrechtsbewegung seit den 1970er Jahren.

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(Radikaler) Tierrechtsaktivismus

• Best, Steven & Nocella II, Anthony. J. (eds.)
Terrorists or Freedom Fighters? Reflections on the Liberation of Animals
New York: Lantern Books 2004, ca. CHF 30.–
Eine der bisher ersten Textsammlungen über den sogenannt radikalen Tierrechtsaktivismus mit Beiträgen von TheoretikerInnen und AktivistInnen. Es geht vor allem um Ziele und Strategien des Tierrechtsaktivismus, der Akzent liegt auf der Animal Liberation Front (ALF) in Amerika nach 9/11. Sehr zu empfehlen. Hier finden Sie Besprechungen von Matthew Liebman, Karen Davis und Lauren E. Eastwood. Die beiden Herausgeber sind zugleich die Begründer des Center on Animal Liberation Affairs (CALA), das 2007 in Institute for Critical Animal Studies (ICAS) umbenannt wurde. Steven Best gilt als einer der umstrittensten Tierrechtler der Gegenwart; er vertritt einen äusserst politisch motivierten Abolitionismus, den er in Abgrenzung zu anderen Formen des Abolitionismus (z.B. von Gary Francione) “Liberationismus” nennt.

Best, Steven & Nocella II, Anthony J. (eds.)
Igniting a Revolution: Voices in Defense of the Earth
Edingburgh: AK Press 2006, ca. CHF 30.–
Vielfältige Zusammenstellung von Artikeln zu den Anliegen, Zielen und Strategien der sog. radikalen Umweltschutzbewegung aus theoretischer wie auch praktischer Sicht; enthält zahlreiche Bezüge zur Tierrechtsbewegung. Eine Buchbesprechung von Sarat Colling findet sich hier, eine Rezension von Claudette Vaughan hier; ein Interview mit Steven Best zum Buch findet sich auf Abolitionist-Online.

Foreman, Dave
Confessions of an Eco-Warrior
New York: Crown Trade Paperbacks 1991, ca. CHF 20.–
Aufschlussreiche, biographisch angehauchte Darstellung der Geschichte und Anliegen der sog. radikalen Umweltschutzbewegung in Amerika; enthält etliche Bezüge zur Tierrechtsbewegung. Foreman war Begründer von Earth First!, einer Gruppierung, die Ende der 1970er Jahre in Amerika entstand und zunächst mit spektakulären Direkten Aktion auf sich aufmerksam machte. Zusammen mit B. Haywood hat Foremann im Jahre 1987 das Buch “Ecodefense” verfasst.

Hadley, John
Animal Rights Extremism and the Terrorism Question
Journal of Social Philosophy 40 (2009)
Behutsame Auseinandersetzung mit der Frage, was es heissen könnte, dass Aktionen sog. radikaler TierrechtlerInnen als “terroristisch” gelten und inwieweit eine solche Klassifizierung gerechtfertigt ist.

Haferbeck, Edmund & Wieding, Frank
Operation Tierbefreiung
Göttingen: Echo-Verlag 1998, antiquarisch
Leidenschaftliches, aber fundiertes Plädoyer für die Anerkennung von Tierrechten im Gegensatz zur tierschützerischen Forderung, Tiere “artgerecht” und “human” zu behandeln. Bietet zudem eine detailreiche Darstellung der Geschichte des sog. radikalen Tierrechtsaktivismus, besonders in Deutschland. Sehr zu empfehlen.

Kuipers, Dean
Operation Bite Back
New York: Bloomsbury 2009, ca. CHF 20.–
Biographische Darstellung des Aktivistenlebens von Rod Coronado (Ex-ALF, Ex-ELF) mit vielen aufschlussreichen Daten und Details über die amerikanische Tierrechtsbewegung in den frühen 1990er Jahren (siehe Video-Trailer zum Buch). Hier findet sich ein Interview mit Coronado in Satya und hier ein Video-Porträt aus dem Jahre 2007.

Liddik, Donald R.
Eco-Terrorism: Radical Environmental and Animal Liberation Movements
London: Praeger Publisher 2006, ca. CHF 50.–
Historische Darstellung sog. radikaler Strömungen innerhalb der amerikanischen Umwelt- und Tierrechtsbewegung (v.a. Earth Liberation Front (ELF) und Animal Liberation Front (ALF)) sowie der Frage, ob es sich dabei um „terroristische Organisationen” handelt. Trägt interessante Details zusammen, bleibt aus einem theoretischen Blickwinkel allerdings häufig an der Oberfläche haften.

Mann, Keith
From Dusk ‘Til Dawn
London: puppypincher 2007, ca. CHF 30.–
Authentischer Bericht über Geschichte, Ziele und konkrete Aktionen des sog. radikalen Tierrechtsaktivismus in Grossbritannien. Enthält viele interessante Details zur Frühgeschichte des britischen Tierrechtsaktivismus, häufig leider ohne ausreichende Literaturnachweise. Mann galt lange als einer der meist gesuchten ALF-Aktivisten, er wurde in den 1990er Jahren inhaftiert und ist sei 2008 in der tierrechtlerisch ausgerichteten Animal Protection Party (APP) aktiv. Ein Video-Interview mit Mann findet sich hier, eine BBC-Sendung mit Mann über Direkte Aktionen findet sich hier.

Rosebraugh, Craigh
Burning Rage of a Dying Planet: Speaking for Earth Liberation Front
New York: Lantern Books 2004, ca. CHF 30.–
Detailreiches Zeugnis über Ziele und Strategien der sog. radikalen Umweltschutzbewegung, besonders der Earth Liberation Front (ELF), mit zahlreichen Bezügen zur Tierrechtsbewegung. Rosebraugh ist ferner Autor des Buches The Logical of Political Violence (2003), er war ehemals Pressesprecher der amerikanischen ELF sowie ALF (Animal Liberation Front) und ist seit 2009 Herausgeber des Magazins Resistance.

Scarse, Rik
Eco-Warriors: Understanding the Radical Environmental Movement
California: Left Coast Press 2006, ca. CHF 35.–
Vermutlich die bisher umfassenste und gründlichste historische sowie systematische Darstellung der sog. radikalen Umweltschutzbewegung; enthält viele aufschlussreiche Bezüge zur Tierrechtsbewegung. Überaus zu empfehlen. Ein Interview mit Scarse findet sich auf Abolitionist-Online.

• Watson, Paul
Ocean Warrior: Mein Kreuzzug gegen das sinnlose Schlachten der Wale
München: Ehrenwirth 1996 (Orig. 1995), antiquarisch
Kraftvolles Zeugnis von einem der bekanntesten und zugleich umstrittensten Umweltschützer unserer Zeit. Watson bezeichnet sich als Gründungsmitglied von Greenpeace, er kehrte aber aufgrund von Differenzen bezüglich Taktiken und Aktionsformen der Organisation den Rücken und gründete 1977 die Sea Shepherd Conversation Society (SSCS), die seither spektakuläre Aktionen v.a. gegen (illegale) Walfangflotten setzt. Eine neuere Berichterstattung über Watsons Anliegen und Methoden findet sich in Paul Hellers Buch Wir schreiten ein (2008). Eine Video-Dokumentation über Watson findet man hier; er setzt sich ausdrücklich auch für Tierrechte ein.

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Kritik an der (radikalen) Tierrechtsbewegung

• Ditfurth, Jutta
Entspannt in die Barbarei. Esoterik, (Öko-)Faschismus und Biozentrismus
Hamburg: Konkret Literatur Verlag 1996, ca. CHF 22.–
Wortgewaltige Kritik an der sog. radikalen Umwelt- und Tierrechtsbewegung und deren Forderung nach Überwindung des Anthropozentrismus. Viele Fakten und Zitate, jedoch sehr polemisch und häufig plakativ. Eine Buchbesprechung von Achim Stösser findet man hier.

• Hardy, David T.
America’s New Extremists
Washington, D.C.: Washington Legal Foundation 1990, antiquarisch
Frühe Kritik an der sog. radikalen Tierrechtsbewegung im Amerika der 1980er Jahren am Beispiel ihrer ökonomischen Folgen.

• Köpf, Peter
Ein Herz für Tiere? Über die radikale Tierrechtsbewegung
Bonn: Tietz Verlag 1996, antiquarisch
Kritisches Buch über die sog. Radikalisierung der Tierrechtsbewegung in Deutschland. Basiert auf wenigen Quellen, die zudem über weite Strecken hinweg nur oberflächlich genutzt werden.

• Lee, Hall
Animal Rights Advocacy in the Age of Terror
Darien: Nectar Bat Press 2006, ca. CHF 25.–
Kritik an der moralischen Legitimität des sog. radikalen Tierrechtsaktivismus (bes. Animal Liberation Front (ALF), Animal Rights Militia (ARM), Justice Department) sowie ein Versuch nachzuweisen, dass derlei Aktionen auch strategisch kontraproduktiv sind. Eine Besprechung von Claudette Vaughan findet sich hier. Lee vertritt einen pazifistischen Standpunkt und setzt vor allem auf vegane Aufklärungsarbeit (vegan education). Ihre Position bringt sie u.a. in Interviews mit der Zeitschrift Satya sowie in Abolitionist-Online zum Ausdruck oder in einer Schrift über Tierrechte und Friedensbewegung.

• Lutherer, Lorenz O. & Simon, Margaret S.
Targeted: The Anatomy of an Animal Rights Attack
Oklahoma: University of Olkahoma Press 1993, antiquarisch
Eine frühe Analyse des sog. radikalen Tierrechtsaktivismus; im Zentrum stehen die persönlichen sowie wirtschaftlichen Folgen von Tierrechtsaktionen insbesondere für die Tierversuchsindustrie. Äusserst kritisch gegenüber der Tierrechtsbewegung insgesamt.

• Schwab, Alexander
Vorwärts zur Natur: Ökophilosophie für Jäger und Angler
Reimlingen: Salm Verlag 2007, ca. CHF 50.–
Ernsthafter Versuch, die Ziele und Anliegen der Umwelt- und Tierrechtsbewegung aus Sicht von JägerInnen/FischerInnen darzulegen und zu kritisieren. Das Buch bleibt allerdings häufig in bereits bekannten Klischees verhaftet und ist in der Interpretation der “gegnerischen Positionen” bisweilen fehlerhaft.

• Sperling, Susan
Animal Liberators: Research & Morality
Berkeley: University of California Press 1988, antiquarisch
Teils historische, teils systematische Darstellung der Tierrechtsbewegung mit Schwerpunkt auf die Anti-Vivisektionsbewegung; enthält zudem eine Kritik an der Ideologie der Tierrechtsbewegung als Befreiungsbewegung.

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Tierrechte oder Tierschutz?

• Asher, Kathryn
Revisiting the Abolition/Reform Divide in the Animal Activism Movement
Online Version 2005
Darstellung und Analyse der Debatte zwischen (Neuem) Tierschutz und Tierrechten bzw. Reformismus und Abolitionismus; erhebt den Anspruch, mit einem Entscheidungsmodell die Effizienz von Kampagnen zu bestimmen.

• Balluch, Martin
Abolitionism vs. Reformism
Online Version Verein gegen Tierfabriken Österreich (VGT) 2008
Argumente und Beispiele für den Erfolg ganz bestimmter reformistischer (Tierschutz-)Kampagnen; Balluch vertritt die Auffassung, dass eine “Politik der kleinen Schritte” bzw. eine stete Reformierung der Tierindustrie unter gewissen Bedingungen irgendwann zu deren Abschaffung (Abolition) führen wird. In jedem Fall ist Balluch der Meinung, dass eine bloss auf vegane Aufklärung (vegan education) ausgerichtete Kampagnenarbeit (wie er sie u.a. Lee Hall und Gary Francione zuschreibt; siehe unten) nicht ausreicht, um Tierrechte auch politisch umzusetzen. Balluch ist Obmann des in Österreich sehr einflussreichen Vereins gegen Tierfabriken, er hat zahlreiche erfolgreiche Kampagnen lanciert, produziert das Tierrechtsradio und wurde im Frühjahr in einem Strafverfahren (sog. Tierschutzprozess) des Verbrechens der Bildung einer kriminellen Organisation angeklagt.

• Balluch, Martin
Widerstand in der Demokratie
Wien: Promedia Verlag 2009, ca. CHF 18.–
Engagiertes Buch über die Notwendigkeit ausserparlamentarischer Widerstandsformen (v.a. ziviler Ungehorsam) in funktionierenden Demokratien. Obschon allgemein im Anspruch, berührt das Buch doch vorwiegend tierschützerische bzw. tierrechtlerische Themen. Balluch vertritt die Ansicht, dass eine Philosophie der Tierrechte deontologisch sein müsse, deren konkrete Ausgestaltung und politische Umsetzung sich jedoch konsequentalistisch auszurichten habe.

• Best, Steven
The New Abolitionism: Capitalism, Slavery and Animal Liberation
Online Version 2005
Entwurf eines politisch motivierten, tierrechtlerischen Abolitionismus, teilweise in Abgrenzung gegenüber Positionen, die nach Ansicht von Best bloss ideal-ethisch begründet sind. Best vertritt das Prinzip der “Vielheit der Aktionsformen”, siehe dazu sein Manifest für einen radikalen Abolitionismus.

• Cudahy, Dan
Abolitionism versus New Welfarism: A Contrast in Theory and Practice
Online Version Unpopular Vegan Essays Juni 2009
Eine von Francione inspirierte Gegenüberstellung von ethischem Abolitionismus und der vermeintlich tierschützerischen Position, derzufolge die stete Reformierung der Tierindustrie zu deren Aufhebung führen wird (New Welfarism).

• Francione, Gary L.
Rain Without Thunder: The Ideology of the Animal Rights Movement
Philadelphia: Temple University Press 1996, ca. CHF 30.–
Provokative Auseinandersetzung mit der (tierschützerischen) Idee, dass sich Tierrechte nur durch eine fortlaufende Reformierung der derzeitigen Tiernutzung erreichen lassen. Ein Interview in deutscher Sprache über die zentralen Thesen des Buches finden Sie hier. Eine animierte Darstellung (Slideshow) von Franciones Kritik am Tierschutz findet sich in deutscher Sprache hier.

• Francione, Gary L.
A “Very New Approach” or Just More New Welfarism?
Blog Animal Rights: The Abolitionist Approach April 2008
Francione’s Antwort auf den Text von Martin Balluch Abolitionism and Reformism (siehe oben); Francione versucht darzulegen, dass die von Balluch diskutierten reformistischen Kampagnen weder von einem theoretischen bzw. moralischen noch von einem praktischen Standpunkt zu rechtfertigen sind. Die Antwort von Balluch auf Franciones Einwände findet man hier.

• Garner, Robert
Animal Ethics
Cambridge: Polity Press 2005, ca. CHF 25.–
Im Zentrum dieses einführenden Buches steht die Frage, ob sich die Tierrechtsbewegung auch der Mittel des traditionellen Tierschutzes bedienen sollte, um an ihr Ziel zu gelangen. Garner meint: ja. Sehr zu empfehlen.

• Garner, Robert
The Political Theory of Animal Rights
Manchester: Manchester UP 2005, ca. CHF 90.–
Ausführliche Studie zu Theorie und Praxis der Tierrechtsbewegung (v.a. in Grossbritannien). Der Akzent liegt auf der Frage, wie sich die Forderungen der Tierrechtsbewegung politisch umsetzen lassen und ob hierfür nicht tierschützerische Strategien erfolgversprechend sein könnten. Leider ein sündhaft teures Buch. Ein Kurzfassung der Thesen Garners findet sich in seinem Aufsatz The Politics of Animal Rights (2008).

• Hall, Lee
More Industry Reform … Or the Vegan Paradigm?
Eine Antwort auf Balluchs Text Abolitionism vs. Reformism (siehe oben), in der sich Hall inbesondere für einen ethischen Veganismus als Basis für tierrechtlerischen Aktivismus ausspricht.

• Munro, Lyle
Confronting Cruelty
Leiden: Brill Academic 2005, ca. CHF 85.–
Ein zu teures Buch eines zu wenig beachteten Soziologen, der sich mit der Tierschutzbewegung befasst und hier insbesondere mit der Frage, welche Herausforderungen die Tierrechtsphilosophie an den traditionellen ethischen Tierschutz stellen.

• Nocella II, Anthony J.
Abolition: A Multi-Tactical Movement Strategy
Journal for Critical Animal Studies 8 (2010), als PDF verfügbar
Diskussion unterschiedlicher Auffassungen über den Abolitionismus (bes. von Steven Best und Gary Francione) sowie ein Plädoyer für die “Vielfalt der Aktionsformen”.

• Pätzold, Martin
Der grösste Sieg des Tierschutzes
Online bei antiSpe.de, o.J.
Faktenreiche und pointierte Auseinandersetzung mit der Frage, welche Vorteile das Legebatterien-Verbot (das 2010 in der EU in Kraft treten soll) für die Tiere bringt, bzw. inwieweit solche Reformen das Tierleid insgesamt vergrössern und damit die Tierausbeutung nicht bloss zementieren, sondern zusätzlich vorantreiben.

• Phelps, Norm
One-Track Activism: Animals Pay the Price
Online Version Vegan Outreach 2008 (deutsche Übersetzung)
Versuch darzulegen, dass ein einseitig ethischer Abolitionismus bzw. das fundamentalistische ‘Verbot’, reformistische Kampagnen zu unterstützen, letztlich auf Kosten der einzelnen Tiere geht. Diese Auffassung vertritt Phelps auch in seinem Aufsatz In Praise of “The New Welfarism”.

• Sztybel, David
Animal Rights Law: Fundamentalism versus Pragmatism
Journal for Critical Animal Studies 5 (2007), als PDF verfügbar
Gründliche Auseinandersetzung mit dem tierrechtlerischen Abolitionismus sowie Kritik an der Auffassung, TierrechtlerInnen sollten keine Kampagnen des sog. Neuen Tierschutzes (New Welfarism) unterstützen.

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Tierrechte und Gesellschaft

• Benton, Ted
Natural Relations: Ecology, Animal Rights, and Social Justice
London: Verso 1993, ca. CHF 30.–
Tiefsinnige Begründung einer ‘tierrechtlerischen’ Position aus konsequent linker Perspektive. Sehr zu empfehlen.

• Berliner Tierbefreiungs-Aktion (BerTA)
Befreiung hört nicht beim Menschen auf! Perspektiven aus der Tierbefreiungsbewegung
Reiskirchen: SeitenHieb Verlag 2005, online verfügbar
Einführende sowie spezialisierte Beiträge zur gegenwärtigen Tierbefreiungsbewegung und ihrem Zusammenhang mit anderen Befreiungsbewegungen. Der informative, einführende Text der BerTA zur philosophischen Idee der Tierbefreiung findet sich hier. Sehr zu empfehlen. Seit 2010 nennt sich BerTA nicht mehr “Berliner TierrechtsAktion”, sondern “Berliner Tierbefreiungs-Aktion”; für eine aufschlussreiche Begründung dieser Umbenennung mitsamt einer Kritik an Tierrechten siehe hier.

• Dominick, Brian A.
Tierbefreiung und Soziale Revolution
hrsg. Autonome Tierbefreiungsaktion Hannover 2005 (Orig. 1995 als PDF)
Plädoyer für eine Auffassung von Tierbefreiung als Teil einer sozialen Umgestaltung, die in erster Linie vom Menschen ausgeht und eine Kritik an sämtlichen Herrschaftsformen impliziert. Dominick bewegt sich in der anarchistischen Tradition und wendet sich u.a. gegen einen individuellen Lifestyle-Veganismus; siehe dazu auch den Wikipedia-Eintrag Anarchism and Animal Rights.

• Dunayer, Joan
Speciesism
Derwood: Lantern Books 2004, ca. CHF 22.–
Darstellung unterschiedlicher Varianten des Speziesismus (= willkürliche Bevorzugung bzw. Abwertung von Mitgliedern einer bestimmten biologischen Gattung gegenüber Mitgliedern einer anderen Spezies) mit einigen provokanten Aussagen zu neuen, eher versteckten Formen des Speziesismus (siehe dazu auch Info-Dossier 2/2009 Mensch, Tier, Natur von tier-im-fokus.ch; auch als PDF). Das Buch hat in gewissen Kreisen der Bewegung kurzfristig für Aufruhr gesorgt, weil Dunayer offenbar die Ansichten von Gary Francione fehlerhaft wiedergibt; siehe dazu die Buchbesprechung von Jeff Perz. Dunayer ist zudem Autorin des Buches Animal Equality.

• Mason, Jim
The Unnatural Order
New York: Lantern 2005, ca. CHF 35.–
Ausserordentliches Buch über die Selbstverständlichkeit des Menschen, Tiere als Ressourcen zu betrachten, die für ihn da sind. Sehr zu empfehlen.

• Mütherich, Birgit
Der Problematik der Mensch/Tier-Beziehung in der Soziologie
Münster: Lit Verlag 2004, ca. CHF 30.–
Profunde Auseinandersetzung mit der soziologischen Kategorie “das Tier”, das dem Menschen in erster Linie dazu dient, sich von allem abzugrenzen, was ihm “anders” erscheint. Sehr zu empfehlen. Eine Buchsprechung von Susann Witt-Stahl findet sich hier. Aspekte ihrer Thesen stellt Mütherich u.a. in den Aufsätzen Speziesismus, soziale Hierarchien und Gewalt und Die soziale Konstruktion des Anderen: zur soziologischen Frage nach dem Tier dar.

• Munro, Lyle
Confronting Cruelty
Leiden: Brill Academic 2005, ca. CHF 85.–
Ein zu teures Buch eines zu wenig beachteten Soziologen, der sich mit der Tierschutzbewegung befasst und hier insbesondere mit der Frage, welche Herausforderung die Tierrechtsphilosophie an den traditionellen ethischen Tierschutz stellt.

• Noske, Barbara
Die Entfremdung der Lebewesen
Wien: Guthmann Peterson 2008, ca. CHF 55.–
Umfassende Studie über die Geschichte der Mensch/Tier-Beziehung und die unterschiedlichen Formen der Tiernutzung. Eine Buchbesprechung von Florian Beiner finden Sie hier. Sehr zu empfehlen.

• Patterson, Charles
“Für die Tiere ist jeden Tag Treblinka”. Über die Ursprünge des industriellen Tötens
Frankfurt a. M.: Zweitausendundeins 2004, ca. CHF 25.–
Eindrückliche Dokumentation zur Herrschaft des Menschen über die Tiere, mit zahlreichen Bezügen zur seriellen Tötung von Lebewesen in diktatorischen Regimes (v.a. Nazi-Regime). Sehr zu empfehlen. Eine Buchbesprechung von Ute Esselmann finden Sie hier, eine Rezension von Steven Best zur englischsprachigen Ausgabe hier.

• Spiegel, Marjorie
The Dreaded Comparison: Human and Animal Slavery
New York: Mirror Books 1996, antiquarisch
Kurze, aber sehr beeindruckende Studie über Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Versklavung von Menschen und Tieren aus psychologischer und soziologischer Sicht. Eine deutschsprachige Buchbesprechung findet sich hier. Das Buch müsste unbedingt ins Deutsche übersetzt werden. Sehr zu empfehlen.

• Steiner, Gary
Anthropocentrism and Its Discontents
Pittsburgh: Pittsburgh UP 2005, ca. CHF 50.–
Sehr ausführliche Auseinandersetzung mit dem Anthropozentrismus sowie Speziesismus als Triebfeder des Umgang mit Tieren in der westlichen Zivilisation. Eine Buchbesprechung von Martin Pätzold findet sich hier, ein Interview von tier-im-fokus.ch mit Steiner hier.

• Stiftung FreiRäume (Hrsg.)
Mensch Macht Tier: Antispeziesismus und Herrschaft
Reiskirchen: SeitenHieb Verlag 2007, online verfügbar
Interessante und umfassende Zusammenstellung von Artikeln rund um Tierbefreiung, Tierrechte und Veganismus.

• Torres, Bob
Making a Killing: The Political Economy of Animal Rights
London: AK Press 2008, ca. CHF 20.–
Kritik an der industriellen Ausbeutung der Tiere aus anarchistischer Sicht; der Autor argumentiert für einen abolitionistischen Standpunkt bzw. für die Abschaffung jedwelcher Form von Tiernutzung. Bob Torres ist zusammen mit Jenna Torres Autor des Buches Vegan Freak (2005, Neuaufl. 2009) und Anbieter einer Website mit interessanten Podcasts zu tierethischen und veganen Themen.

• Witt-Stahl, Susann (Hrsg.)
Das steinerne Herz der Unendlichkeit erweichen
Abschaffenburg: Alibri Verlag 2007, ca. CHF 34.–
Aufsatzsammlung mit Beiträgen zur Mensch-Tier-Beziehung vor allem aus Sicht der Kritischen Theorie (Frankfurter Schule). Eine Buchbesprechung von Stefan Seidel finden Sie hier, ein Interview mit der HerausgeberIn, durchgeführt von der Basisgruppe Tierrechte (BAT), findet sich hier.

• Witt-Stahl, Susann
Der Speziesismus und seine Verflochtenheit mit herrschenden Ideologien
Online bei Tierrechts-Aktion Nord (TAN)
Darstellung und Kritik des Speziesismus als Ausdruck gesellschaftlicher Denkformen und kapitalistischer Herrschaftsstrukturen.

• Wolfe, Cary
Animal Rites
Chicago: Chicago University Press 2003, ca. CHF 35.–
Kontinentalphilosophische Analyse des Umgangs mit Tieren in westlichen Gesellschaften, mit Akzent auf Konzepte wie Herrschaft, Macht und Gewalt.

• Yates, Roger
The Social Construction of Human Beings and Other Animals in Human-Nonhuman Relations
PhD Thesis 2004, Online
Soziologische Analyse der Kategorien “Mensch” und “Tier” sowie der Frage, wie sich diese Kategorien gesellschaftlich entwickeln bzw. beispielsweise durch die Erziehung verfestigen. Roger Yates unterhält zudem eine sehr interessante Website mit hochstehenden Blogs und Podcasts. Sehr zu empfehlen.

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Tierrechte, Politik und Gesetz

• Bolliger, Gieri et al.
Das Tier im Recht Transparent
Zürich: Schulthess Verlag 2008, ca. CHF 50.–
Umfangreiches Nachschlagewerk über die rechtliche Stellung vor allem von Haustieren (Heimtieren) in der Schweiz. Sehr zu empfehlen. Das Werk ist als eine aktualisierte Ergänzung des früheren Buches von Gieri Bolliger und Antoine F. Goetschel, Das Tier im Recht (2003), zu betrachten. Bolliger hat Goetschel als Geschäftsleiter der Stiftung für das Tier im Recht abgelöst, die u.a. über eine umfangreiche Bibliothek zum Thema “Tierethik und Gesetz” verfügt.

• Favre, David
Animal Law: Welfare, Interests, and Rights
New York: Aspen 2008, ca. CHF 55.–
Umfassendes Werk von einem der führenden Spezialisten über die rechtliche Stellung des Tieres und die Konsequenzen, die sich hieraus für tierrechtlerische bzw. tierschützerische Forderungen ergeben.

• Francione, Gary L.
Animals, Property and the Law
Philadelphia: Temple UP 1995, ca CHF 38.–
Detaillierte Auseinandersetzung mit dem rechtlichen Status von Tieren als Eigentum der Menschen anhand konkreter Beispiele. Sehr zu empfehlen. Eine deutschsprachige Besprechung des Buches finden Sie hier. Eine animierte Darstellung (Slideshow) von Franciones Kritik am Eigentumsstatus der Tiere finden Sie in deutscher Sprache hier. Zum Eigentumsstatus der Tiere siehe auch die Beiträge von Alasdair Cochrane, Dieter Dambiec, Robert Garner, John Hadley, Thomas Kelch, Jerrold Tannenbaum.

• Garner, Robert
Animals, Politics and Morality
Manchester: Manchester UP 1993 (2. Aufl. 2004), ca. CHF 30.–
Analyse der Stellung von Tieren im gesellschaftlich-politischen Kontext. Garners Auffassungen wirken auf den ersten Blick orthodox, auf den zweiten und dritten aber äusserst progressiv. Sehr zu empfehlen. Eine Kurzfassung von Garners Auffassung über die gesellschaftliche Stellung findet sich in seinem Aufsatz Political Ideology and the Legal Status of Animals (2002). Es ist zu hoffen, dass Garner bald ins Deutsche übersetzt wird.

• Garner, Robert
The Political Theory of Animal Rights
Manchester: Manchester UP 2005, ca. CHF 90.–
Ausführliche Studie zu Theorie und Praxis der Tierrechtsbewegung (v.a. in Grossbritannien). Der Akzent liegt auf der Frage, wie sich die Forderungen der Tierrechtsbewegung politisch umsetzen lassen und ob hierfür nicht tierschützerische Strategien erfolgversprechend sein könnten. Leider ein sündhaft teures Buch. Ein Kurzfassung der Thesen Garners findet sich in seinem Aufsatz The Politics of Animal Rights (2008).

• Ingham, John Hall
The Law on Property in Animals, Wild and Domestic and the Rights and Responsibilities Arising Therefrom

Philadelphia: T. & J.W. Johnson 1900, antiquarisch
Längst vergessenes Zeugnis über den Eigentumsstatus von Tieren sowie über die Kategorisierung von Tieren, bei denen anscheinend kein menschlicher Besitzanspruch vorliegt, als “Wildtiere”.

• Jasper, Margaret C.
Animal Rights Law
New York: Oceana Publications 1997, ca. CHF 35.–
Lehrbuchartige, übersichtliche, aber zugleich technische Einführung in den rechtlichen Status von Tieren.

• Sapontzis, S. F.
Morals, Reasons, and Animals
Philadelphia: Temple University Press 1989, ca. CHF 40.–
Präzisierung des Personenbegriffs aus philosophischer Sicht sowie der Versuch, die Merkmale für Personenhaftigkeit (personhood) auf Tiere anzuwenden. Ein Interview von Claudette Vaughan mit Sapontzis über die Kernthesen seines Buches findet sich hier.

• Schaffner, Joan E.
An Introduction to Animals and the Law
Hampshire: Palgrave Macmillian 2010, ca. CHF 50.–
Sehr gute Einführung in den moralischen sowie rechtlichen Status der Tiere in der westlichen Welt.

• Silverstein, Helena
Unleashing Rights
Michigan: Michigan University Press 1996, ca. CHF 90.–
Interessante (und teure) Studie einer Rechtswissenschaftlerin zur Frage, welcher juridische Begriff von “Recht” die Tierrechtsphilosophie bzw. -bewegung benötigt, um ihre moralischen und politischen Anliegen umzusetzen. Eine deutschsprachige Buchbesprechung findet sich hier.

• Sojka, Klaus
Auch Tiere haben Rechte
Düsseldorf: Econ Verlag 1987, antiquarisch
Detaillierte Auseinandersetzung mit der rechtlichen Stellung von Tieren (besonders in Deutschland) sowie dem Verhältnis zwischen Tierschutz-, Arten- und Umweltschutzgesetzen.

• Wise, Steven
Rattling the Cage
Cambridge: Perseus Books 2000, ca. CHF 30.–
Versuch zu begründen, weshalb (gewisse) Tiere nicht bloss in einem moralischen, sondern auch juridischen Sinne über basale Rechte verfügen sollten. Eine Buchbesprechung finden Sie hier. In dieselbe Richtung argumentiert Wise auch in seinem Buch Drawing the Line (2002).

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Zeitschriften

Im Nachfolgenden ist eine Auswahl an Zeitschriften aufgelistet, in denen regelmässig über Tierrechte und Tierrechtsbewegung publiziert wird:

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Info-Websites

Die folgende Auswahl enthält Websites, die Info-Materialien über die Tierrechtsphilosophie, Tierrechtsbewegung und die rechtliche Stellung von Tieren zur Verfügung stellen:

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Filme, Videos, Radio

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