Minotaurus
Wie Odysseus, kommt auch Minotaurus 1996 im Wallis zur Welt. Ihn erwartet dasselbe Schicksal wie praktisch alle männlichen Kälber, die in Schweizer Ställen geboren werden: Er wird seiner Mutter entrissen und soll nach einigen Monaten Mast geschlachtet und zu Kalbfleisch verarbeitet werden.
Mino, wie er schon frĂĽh genannt wird, hat GlĂĽck. Er wird von Vereinsmitgliedern gerettet und soll zusammen mit Odysseus ein friedliches Leben fĂĽhren. Auch er muss einige Male umziehen, bis er 1999 einen Platz auf der Ganzjahresweide in der Westschweiz findet.
Seit Ende April 2010 lebt Minotaurus nun mit allen anderen Patentieren auf einem Hof mit Offenstall und grossen Weiden im Emmental. Mit seiner sanftmütigen Art ist Minotaurus der ruhende Pol der kleinen Herde, die dank unseres Vereins ein weitgehend selbstbestimmtes Leben führen kann. Mino selbst bestimmt, wann er in den Stall oder raus auf die Weide möchte, wann er die Nähe seiner Artgenossen aufsuchen oder seine Ruhe haben will.
Mit ihrer finanziellen Hilfe tragen die Patinnen und Paten dazu bei, dass Minotaurus auch weiterhin ein möglichst selbstbestimmtes Leben führen kann – und keine menschlichen Zwecke erfüllen muss, damit er ein Recht auf Leben hat.
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