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    Keine Steuermillionen für Proviande

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    Keine Steuermillionen für Proviande

    Die Fleischproduktion erzeugt massive Treibhausgase und fördert durch Futtermittelimporte die Armut in den Ländern des Südens. Seit Jahren stagniert der Pro-Kopf-Konsum auf hohem Niveau, weshalb alleine in der Schweiz jährlich 62 Millionen Schweine, Rinder und Hühner getötet werden.

    Trotzdem fördert der Bund den Fleischkonsum. Proviande, die Branchenorganisation der Schweizer Fleischwirtschaft, erhält für Werbe- und Marketingaktionen jährlich 6 Millionen an Steuergeldern.

    Der Bund handelt widersprüchlich. Im November 2014 forderte die Eidgenössische Ernährungskommission eine Fleischreduktion. Wer viel Fleisch esse, habe ein 30 Prozent höheres Sterberisiko.

    Die Tierrechtsorganisation tier-im-fokus.ch (TIF), die mitwirkenden Organisationen und die PetitionärInnen fordern Bundesrat und Parlament auf, die Fleischabsatzförderung aus ethischen, ökologischen und gesundheitlichen Gründen zu streichen.

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Die Hausgans

(Anser anser f. domestica)

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von tier-im-fokus.ch (tif) // 04.12.2011

Hausgänse stammen von der Graugans ab, die in ganz Europa und in Teilen Asiens verbreitet ist und in Südeuropa und Nordafrika überwintert. Der Lebensraum dieser Zugvögel sind Binnengewässer mit angrenzenden Grasflächen, und sie ernähren sich von Wasser- und Landpflanzen, Wurzeln und Beeren.

graugaense

Graugänse, die Wildform der Hausgänse

Graugänse sind sehr partnertreu. In das gemeinsam gebaute Nest legt das Weibchen 4-9 Eier. Beim Brüten hält das Männchen Wache. Spätestens nach 30 Tagen schlüpfen die Küken, die bereits nach einem Tag die Umgebung erkunden. Die Jungtiere bleiben bis zur nächsten Brut bei ihren Eltern, danach gründen sie eigene Familien. Ausserhalb der Brutzeit bilden die sehr sozialen Vögel grosse Graugänsegruppen. Sie erkennen sich gegenseitig an der Stimme und haben ein reichhaltiges Rufrepertoire.

Neben dem Hund ist die Gans das älteste Haustier des Menschen. Bei den Griechen und Ägyptern war sie heilig und diente als “Schmuck” für den Hof oder als Opfertier. Römer und Germanen domestizierten die Tiere wegen ihres Fleisches und ihrer Federn oder setzten sie als Wachgänse auf Höfen und Burgen ein. Als Symbol der Gattentreue wurde die Gans im alten Rom auf Grabsteinen abgebildet.

Während früher Hausgänse frei auf Wiesen und Feldern gehalten wurden, ging die Gänsehaltung in den 1960er Jahren wegen der Umstellung der Landwirtschaft auf rationelle Wirtschaftsmethoden stark zurück. Durch die Domestikation und Zucht sind bei allen 15 Hausgänserassen die Körperproportionen der Wildform verloren gegangen: übermässige Fettpolster im Brustbereich, kurze Beine, Hälse und Schnäbel sowie stark verkrümmte Federn. Dadurch können die meisten Hausgänse auch nicht mehr fliegen.

gansabhauet

Gansabhauet in Sursee

Gänseeier gelten z.B. am Niederrhein als lokale Spezialität. Genutzt werden auch Gänsefedern und -daunen, die meist lebenden Tieren aus Brust, Bauch und Rücken gerupft werden. Gänsefett wird als kulinarisches Gänseschmalz oder für die kosmetische Gesichtspflege sowie medizinisch zur Behandlung von Ohrenleiden verwertet. Noch heute findet in Sursee LU jährlich zum Martinsfest die Gansabhauet statt, wobei mit verbundenen Augen versucht wird, einer toten Gans mit einem stumpfen Säbel den Kopf vom Leib “abzuschlagen”. Dieser in Europa früher verbreitete bäuerliche Brauch wird von Kinderspielen umrahmt.

Neben der Martinsgans spielt vor allem die Weihnachtsgans in unseren Breitengraden eine wichtige Rolle. Bei der Mastgänse-Haltung erreichen die Küken je nach Art nach 9 bis 32 Wochen ihr Schlachtgewicht von 4.5 bis 12 Kilogramm. Für die Produktion von Gänseleber wird “Stopfgänsen” mehrmals täglich durch ein Rohr bis zu einem halben Kilogramm Maisbrei in den Magen gepresst. Auf diese Weise schwillt die Leber auf das 13-fache einer normalen Gänseleber an. Neben Verletzungen der Speiseröhre und dem Magen führt diese Zwangsernährung sehr oft zum Tod der Tiere. Das Stopfen von Gänsen ist in der Schweiz, Deutschland und Österreich verboten, deshalb wird meist Gänseleber zur Bereitung von Gänseleberpastete aus Frankreich, Italien und Ungarn importiert.

Grösse Graugans: bis 90 cm

Flügelspannweite Graugans: 180 cm

Population Graugans: ca. 250.000

Lebenserwartung Graugans: 17 Jahre

Nutzungsdauer
Brutgänse: 6-8 Jahre
Legegänse: ca. 4 Jahre
Mastgänse: 7 Monate
Stopfgänse: 5-6 Monate

Quellen: Wikipedia // tierportraet.ch // brauchwiki.de // Vier Pfoten // Tier im Recht

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